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Rassebeschreibung Don-Pferd
In der Steppe am linken Ufer des Flusses Don, wo die Kosaken gelebt haben, wurde im 18. Bis 19. Jahrhundert die Rasse der Pferde, die den Namen Don-Pferd bekamen, entwickelt. Die mütterliche Grundlage dieser Rassen waren die Stuten der Nogaier-Rasse. Als Veredler wurden die von den Kosaken auf den Wanderungen erbeuteten Rassen – aus Persien, Turkmenien, Karabach und Arawien – genutzt. Eine Selektion der Don-Pferde in den öffentlichen Pferdeherden 1 erfolgte durch die Nutzung von Beschälern, die ihre Leistung in Kriegsoperationen und Kriegswanderungen bestätigt bzw. nachgewiesen haben. Diese Selektion hat für die Entwicklung von Ausdauer, Genügsamkeit bei der Fütterung, energisches Temperament und Mut, bei den Don-Pferden beigetragen. Die Don-Pferde wurden auch bei Rennen geprüft. In der friedlichen Zeit wurden die Don-Pferde häufig für Arbeiten unter dem Sattel und im Geschirr genutzt. Diese Nutzung hat für die Entwicklung des universellen Typs des Körperbaus eine wichtige Rolle gespielt.
Heutige Don-Pferde sind bedeutend größer als damalige. Die durchschnittliche Widerristhöhe von Stuten erreicht 162 cm, die Körperlänge 167 cm bei gut entwickelten Brustkasten (Brustumfang 192 cm) und genügend Knochenstärke (Röhrbeinumfang – 20,5 cm).
In dem Exterieur sind die Merkmale ihrer Steppenvorfahren – lange niedrige Widerristhöhe und Halsstellung, Hals von mittlerer Länge, gerader Rücken und Kruppe, verhältnismäßig steile Schulter – zu erkennen. Alle Don-Pferde sind Füchse von verschiedenen Schattierungen, nicht selten mit goldigen Glanz.
In den Bewegungen im Trab fehlen den Don-Pferden Elastizität und Effektivität. Da diese Rasse (seit langem) oft über einen zu geraden Rücken und eine steile Schulter verfügt, trifft man bei ihnen häufig einen zu kurzen Schritt und Trab mit wenig Raumgriff an, der nicht sehr weich und bequem für den Reiter ist.
Don-Pferde zeigen bei Herdenhaltung einen guten Futterzustand.
Ein Hauptmerkmal der Don-Pferde ist ihre außerordentliche Widerstandskraft, Ausdauer und Fähigkeit zu langwieriger Arbeit. Die Rekorde der einheimischen Pferde im Tag-Distanzritt – 312 Kilometer – wurde von einem Hengst der Don-Rasse erreicht. In den letzten Jahren wurde als Folge der langjährigen Selektion die Schnelligkeit im Galopp wesentlich erhöht. Die besten Pferde der Rasse zeigen auch ein befriedigendes Springvermögen.
Die Hauptrichtung der Nutzung des Don-Pferdes heute ist die Einsetzung für landwirtschaftliche Arbeiten, sowohl im Sattel, als auch im Zweigespann. Sie eignen sich auch gut für den Hobbysport, Tourismus und Distanzritte gut. Die Don-Rasse hat ihre Bedeutung für die Verbesserung der örtlichen Pferderassen in den östlichen Regionen des Landes und in einigen Ländern der ehemaligen Sowjetunion behalten . Die Don-Rasse gehört zu den zahlreichsten in unserem Land. Die führenden Gestüte sind das Zimownikowski-Gestüt und das Gestüt namens S. M. Budjonny im Rostow-Gebiet. Diese Rasse wird auch in den Betrieben von Kasachstan und Kirgisien gezüchtet, wo mit Hilfe der breiten Nutzung von Don-Pferden Nowokirgisische Rassen entwickelt wurden.
Bilder mit freundlicher Genehmigung ©Dr. V. A. Parfenov
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