Rassebeschreibung Tschernomorsker Pferd
 Das Tschernomorsker Pferd, eine typische, harte, ausdauernde Steppenpferdrasse, gilt heute leider als ausgestorben. Die Heimat dieser lokalen Rasse lag zwischen Kuban und Assow am Don, am östlichen Rand des Schwarzen Meeres.
Die Saporoger Kosaken sind einer der ältesten Kosakenstämme. Dieser Stamm unterwarf sich 1654 den Russen, wurde jedoch nie botmässig. Nach einem Aufstand (1645 - 1709) eroberten russische Truppen 1709 die Saporoger Sitch, das Hauptquartier der Kosaken auf der Insel Chortizy im Dnjepr. Die Saporoger gründeten zwar 1733 eine neue Sitch in der Nähe der alten, diese wurde jedoch 1775 von den Truppen Katharina der Großen wieder zerstört. 1787 wurden die Kosaken schliesslich wegen ständiger Unruhen in den schmalen Landstrich des Schwarzmeer Bezirk (russisch Tschernomerskiokrug) angesiedelt. Im gleichen Jahr kämpften die Kosaken gegen die Türken als diese Rußland erneut den Krieg erklärten. Für ihren Mut erhielten sie das Land, das als Heimat der Tschernomorsker-Rasse galt.
Seit die Kosaken am Kuban siedelten, nannten sie sich Kuban-Kosaken oder Tschernomorzen. Die Mehrzahl der Saporoger (ca. 20.000) siedelten allerdings erst 1809 - 1811 nach Tschernomorsien über.
Bei dieser Übersiedlung brachten sie aus ihrem ursprünglichen Siedlungsgebiet auch einen Teil ihrer Pferde mit. Erbeutete Pferde aus dem benachbarten Kaukasus und auch von angrenzenden Ländern kamen hinzu. So entwickelte sich aus der Vermischung mit Kabardinern,Karatschaevern Karabaghen, Turkmenen, Persischen und Arabischen Pferden die Tschernomorsker-Rasse, die vorallem bei der Entwicklung der Budjonny-Rasse eine große Rolle gespielt hat.
 Besonders der 1. Weltkrieg hat dieser Rasse sehr zugesetzt und leider hat man in der sowjetischen Zeit keine so große Mühe auf den Erhalt dieser Rasse verwandt, wie z. B. beim Don-Pferd.
Das Tschernomorsker-Pferd wird als ein nicht so großes, hartes, widerstandsfähiges Pferd mit leichtem Kopf, meist gut geformten Hals, einer mäßig schrägen Schulter und kräftigem Rücken, beschrieben. Das Fundament war stabil, trocken und eisenhart. Die Widerristhöhe betrug 153 cm - 155 cm.
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